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...diesmal mit Dorothea Bilgeri |
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| Seit 21
Jahren ist Dorothea Bilgeri
einer der tragenden Pfeiler des Fördervereins Schloss
Fantaisie.
Auch sonst hat die Grundschullehrerin viele
kulturelle Interessen und Hobbies. |
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Dorothea Bilgeri
ist als Vorsitzende des Fördervereins Schloss
Fantaisie
Donndorf und Vorstandsmitglied beim Fränkischen
Theatersommer vielseitig im kulturellen Bereich
engagiert. Außerdem ist die gebürtige Allgäuerin seit
1990 Gemeinderätin und war von 1996 bis 2008 dritte
Bürgermeisterin der Gemeinde Eckersdorf.
Bayreuther SONNTAG: Macht der Lehrerberuf auch
nach über 30 Berufsjahren noch
Spaß?
Dorothea Bilgeri:
Auf jeden Fall, ich habe als Grundschullehrerin meinen
Traumberuf gefunden. Nach dem Studium in München arbeite
ich jetzt seit über drei Jahrzehnten als Lehrerin,
zuletzt in den vergangenen 20 Jahren an der Schule in
Mistelgau. Neben dem Unterricht in der dritten und
vierten Klasse unterrichte ich derzeit an einem Tag in
der Woche im Rahmen eines Modellprojektes des
Kultusministeriums als Grundschullehrerin in der fünften
Klasse der Johannes-Kepler-Realschule. Dies fällt mir
aber nicht schwer, schließlich habe ich noch das alte
Volksschullehrerstudium absolviert und habe auch schon
in der Hauptschule unterrichtet. Wenn es die Gesundheit
erlaubt, will ich in jedem Fall noch sechs Jahre bis zu
meinem 65. Geburtstag als Lehrerin weiterarbeiten.
Bayreuther SONNTAG: Seit über 30 Jahren wohnen Sie in
Eckersdorf, woher nehmen Sie die Motivation, sich in der
Gemeindepolitik für ihre Mitbürger zu
engagieren? Dorothea Bilgeri:
Ich sehe mein Engagement im Gemeinderat neben dem
Einsatz für die Mitbürger auch als gewisses Gegengewicht
zu meiner beruflichen Tätigkeit mit den Kindern in der
Schule. Es ist eine Herausforderung, zusammen mit
den Gemeinderatskollegen etwas zu erarbeiten.
Bayreuther SONNTAG: Wie kamen Sie zu ihrem Engagement
im Förderverein Schloss
Fantaisie? Dorothea
Bilgeri:
Ich bis seit fast 21 Jahren beim Förderverein dabei und
damit eines von sieben Gründungsmitgliedern. Der Verein
bedeutete die Umsetzung eines Wahlversprechens von
Bürgermeister Klaus Hümmer aus dem Jahr 1986. Kernziel
war es zunächst, dass das Schloss
Fantaisie,
das sich damals in einem sehr maroden Zustand befand,
eine sinnvolle neue Nutzung bekommt. Im Gespräch waren
damals etwa ein Gästehaus für die Universität. Wir
wollten eine Nutzung, die nicht allzu sehr ins private
geht, so sollte die Öffentlichkeit auf jeden Fall noch
Zugang zum Weißen Saal, dem Prunkraum des Schlosses,
sowie zum Schlosspark haben. Letztlich ergab sich
dann die hervorragende Lösung mit dem
Gartengeschichtlichen Museum, das im Jahr 2000 eröffnet
wurde. Ich war im Förderverein von Anfang an im Vorstand
dabei und wurde nach dem tödlichen Unfall des
Gründungsvorsitzenden Alfred Töpper, Mitte der 90er
Jahre, eine der beiden Vereinsvorsitzenden, zunächst
zusammen mit Ulrich Großmann und dann zusammen mit
Sybille Raps. Besonders freute mich, als ich 2007 als
Anerkennung für mein ehrenamtliches Engagement die König
Ludwig I.- Medaille der Schlösserverwaltung
erhielt.
Bayreuther SONNTAG: Nach über 20 Jahren: Wie
zufrieden sind Sie mit dem vom Förderverein Erreichten?
Dorothea Bilgeri:
Ich bin mehr als zufrieden. Als wir mit der
Vereinsarbeit begonnen haben, hätte sich niemand träumen
lassen, was mittlerweile verwirklicht wurde. Nicht nur
das Schloss
hat mit dem in Süddeutschland einmaligen
Gartenkunstmuseum eine attraktive und dauerhafte
Nutzung, auch der Schlosspark wurde sukzessive
hergerichtet und einige kulturhistorische Denkmäler
wurden restauriert. Ein wichtiger Höhepunkt war hier
sicherlich die Revitalisierung der Wasserkaskade. Als
Förderverein haben wir immer sehr gut mit den
Verantwortlichen der Schlösserverwaltung
zusammengearbeitet. Auch aus der eigenen Kasse haben wir
zu Anschaffungen beigetragen, etwa bei der
Bestuhlung des Weißen Saales, bei den Delfinfiguren an
der Kaskade oder am Schwanenbrunnen. Für die Zukunft
planen wir, das Schloss
und den Park in der Öffentlichkeit noch bekannter zu
machen, die Besucherzahlen im Gartenkunstmuseum könnten
nämlich durchaus höher sein. Auch bei der im kommenden
Jahr erstmals geplanten „Nacht der Fantaisie“
wollen wir neue Besucher ansprechen.
Bayreuther SONNTAG: Über den Förderverein Schloss
Fantaisie
kamen Sie auch zum Fränkischen
Theatersommer? Dorothea Bilgeri:
Der damalige Vorsitzende Alfred Töpper hatte vor seinem
Unfalltod einen erstmaligen Auftritt des Theatersommers
im Schlosspark ausgemacht. Nach seinem Tod war ich dann
plötzlich mit der Vorbereitung der Veranstaltung betraut
und kam dabei auch erstmals mit Jan Burdinski in
Kontakt, dessen schauspielerische Leis- tungen ich
sehr bewundere. Seitdem haben wir jedes Jahr im Sommer
eine kulturell hochwertige Aufführung des Theatersommers
in der prächtigen Kulisse des Schlossparkes.
Mittlerweile gehöre ich als Beisitzerin auch dem
Vorstand des Theatersommers an. Diese Wanderbühne ist
eine kulturell herausragende Einrichtung für
Oberfranken.
Bayreuther SONNTAG: Sie haben auch etliche Kontakte
zu ukrainischen Künstlern? Dorothea Bilgeri:
Über das Festival Junger Künstler fanden in den
vergangenen Jahren immer wieder kleinere Konzerte von
ukrainischen Künstlern im Schloss
und im Schlosspark statt. Daraus entwickelten sich
vielfältige Freundschaften. Ich war mittlerweile schon
öfters in der Ukraine und möchte auch in Zukunft noch
mehr nach Osteuropa reisen. Deshalb habe ich vergangenes
Jahr sogar angefangen, Russisch zu lernen. Die Kultur
steht im Mittelpunkt meiner Interessen, die
Aquarellmalerei, eines meiner Hobbies, kommt durch die
anderen Aktivitäten leider etwas zu kurz. rs |
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