Bayreuther Kulturgespräche im Schloss Fantaisie

 


Auszüge:

"Goethe und sonst nichts? - Zur Situation der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik" lautete das Thema des siebten Bayreuther Kulturgesprächs im Weißen Saal des Schlosses Fantaisie. Der Initiator der Reihe, Staatssekretär Hartmut Koschyk, hatte dazu zwei sehr unterschiedliche Gäste geladen: Dr. h.c. Sissy Thammer und Dr. Peter Gauweiler.

Seit 25 Jahren ist Sissy Thammer Intendantin des Festivals Junger Künstler Bayreuth. Das habe sich in den 60 Jahren seines Bestehens zu einem "Netzwerk für Sympathie mit Deutschland in der Welt" entwickelt. Es sei weit mehr als eine Plattform für junge Künstler. Mit seinem jährlichen Programm für über 300 junge Menschen aus über 30 Nationen leiste es einen konkreten Beitrag zur Verbesserung des Deutschlandbildes", so Thammer. Die Forderung nach einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache sei auch gegenüber teilnehmenden Instrumentalisten selbstverständlich.

Vermittelt werde laut der Intendantin beim Bayreuther Festival ein vielfältiger Begriff von deutscher Kultur. So werde auch die deutsche Alltagskultur miteinander gepflegt. Die selbstverständliche Teilnahme an einem Fränkischen Abend sei dafür ebenso Beispiel wie vom gegenseitigen Respekt getragene Auftritte in evangelischen und katholischne Kirchen. gemeinsame "Wege zu Parsifal" seien in diesem Jahr bei der Begegnung junger Musiker aus Orient und Okzident beschritten worden. Schließlich finde sich der Ursprung der "Parsifal"-Geschichte in einem heute verlorenen jüdisch-arabischen Manuskript des 12. Jahrhunderts aus Toledo. Zusammen mit der Deutschen Welle erarbeite das Festival junger Künstler weltweit empfangbare Fernseh- und Radiosendungen. Durch Fremdspracheneinsatz seien diese bewusst an das Ausland gerichtet, so Thammer. Das Festival junger Künstler sei Teil und Partner der auswärtigen Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland und leiste einen wertvollen Beitrag zur Krisenprävention und Demokratieförderung. Deutlich werde dies in unvergesslichen persönlichen Eindrücken der Teilnehmer.

 

Kulturgespräch in Schloss Fantaisie

(von links: Gauweiler, Thammer u. Koschyk)

 


 

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